
Zeitfenster – Ein Blick durch die Zeit
Wie sah Schaephuysen früher aus? Welche Gebäude standen dort, wo heute Straßen, Plätze oder Häuser zu finden sind? Und was hat sich in unserem Dorf in den vergangenen Jahrzehnten verändert?
Seit den ersten Fotografien, die in Schaephuysen vor rund 100 Jahren entstanden sind, hat sich das Ortsbild immer wieder gewandelt. Aus dem einst bäuerlich geprägten Dorf wurde ein mehrfach ausgezeichnetes Bundesgolddorf. Gebäude wurden verändert oder verschwanden, Straßen erhielten ein neues Gesicht und neue Treffpunkte entstanden. Vieles hat sich verändert – manches ist aber auch erstaunlich gleich geblieben.
Um diese Veränderungen sichtbar und unmittelbar erlebbar zu machen, haben wir im Februar 2024 das „Zeitfenster“ am Heimatmuseum aufgestellt.
Erst auf den zweiten Blick
Wer das Zeitfenster zum ersten Mal von der Straße aus sieht, könnte sich zunächst fragen, warum das „Schild“ scheinbar nur aus einer Hälfte besteht. Genau diese Irritation ist Teil der Idee.
Erst wenn man um das Zeitfenster herumgeht und sich hinter den Rahmen stellt, erschließt sich seine eigentliche Funktion: Auf der rechten Seite befindet sich die historische Aufnahme, während man auf der linken Seite durch den Rahmen genau auf die heutige Ansicht blickt.
So stehen Vergangenheit und Gegenwart unmittelbar nebeneinander – damals auf dem Bild und heute vor den eigenen Augen.
Begleitende Informationen erzählen die Geschichte hinter den Aufnahmen und machen Veränderungen sichtbar, die man beim alltäglichen Blick auf das Dorf vielleicht gar nicht mehr wahrnimmt.
Das Zeitfenster soll dabei nicht nur an Vergangenes erinnern. Es lädt dazu ein, genauer hinzusehen, sich an eigene Erlebnisse zu erinnern und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn Ortsgeschichte besteht nicht nur aus alten Gebäuden und Fotografien – sie besteht vor allem aus den Geschichten der Menschen, die hier leben und gelebt haben.
Mit Unterstützung
Die Umsetzung des Zeitfensters wurde finanziell durch die Stiftung Volksbank an der Niers für Heimatforschung und Heimatpflege unterstützt.


