
Guckloch – aus einer alten Trafostation wird ein besonderer Ort
Manchmal braucht es nur eine zufällige Begegnung und eine gute Idee. Die Geschichte des Gucklochs begann mit einem Gespräch zwischen Sascha Merz, damals Prokurist des Wasserverbundes Niederrhein, und Michael Sonfeld vom VfGuH. Eigentlich ging es zunächst nur um ein ganz anderes Thema: Die alte Trafostation am Wasserhochbehälter auf dem Schaephuysener Höhenzug war mit Graffiti verunstaltet und sollte eigentlich entfernt werden.
Michael erkannte jedoch schnell, dass das kleine Gebäude viel mehr Potenzial hatte. Als ehemaliger Liegenschaftler der Westnetz und einige Jahre auch für die liegenschaftlichen Belange des WVN zuständig, wusste er um die Möglichkeiten einer solchen alten Trafostation. Aus der Frage
„Warum abreißen?“ wurde schließlich die Idee, dem Gebäude eine neue und nachhaltige Aufgabe zu geben.
Der Wasserverbund Niederrhein war von der Idee begeistert: Die alte Trafostation sollte zu einer kleinen,
autarken Ausstellungsfläche für Heimatgeschichte und „Kunst trifft Natur“ werden. Inspiriert von einer ähnlichen Turmmuseumslösung in Kranenburg entstand das Konzept für unser Guckloch. Ein kleines Fenster beziehungsweise Bullauge in der Tür sollte neugierig machen und den Blick ins Innere ermöglichen. Mit weiß gestalteten Wänden, Beleuchtung, Steuerungstechnik und Sound sollte aus dem unscheinbaren Gebäude ein ganz besonderer Ausstellungsort werden.
Gemeinsam konnten wir schließlich sogar eine kostenfreie Nutzung des Gebäudes auf unbestimmte Zeit und die Sanierung des Daches mit dem WVN vereinbaren. Nach einigen Verzögerungen durch Corona war es dann endlich soweit: Am 25. März 2022 wurde das Guckloch bei schönstem Wetter auf dem Schaephuysener Höhenzug offiziell eröffnet.
Und was ist daraus geworden?
Heute ist das Guckloch weit mehr als die ursprünglich geplante kleine Ausstellung. Behaglich am Wegesrand einer beliebten Wanderstrecke gelegen, ist es eine kleine Außenstelle unseres Vereins und erzählt immer wieder etwas über die Geschichte unseres Ortes.
Gleichzeitig haben wir schnell gemerkt: Das Guckloch eignet sich hervorragend für kleine Überraschungen und Aktionen.
Zu Ostern und Weihnachten gibt es für Kinder kleine Such- und Zählspiele, bei unserer Glühweinwanderung wird dort oben schon einmal auf die Adventszeit eingestimmt und auch der örtliche Männergesangverein hat dort schon für musikalische Momente gesorgt.
Und manchmal darf es auch etwas außergewöhnlicher sein: Als wir das Guckloch kurzerhand in
„NRWs kleinste Disco“ verwandelten, wurde daraus ein Riesenspaß – und sogar der
WDR kam vorbei, um darüber zu berichten.
So ist aus einer alten Trafostation ein ganz besonderer Ort geworden:
ein bisschen Museum, ein bisschen Kunst, ein bisschen Natur und immer offen für neue Ideen.
Und vielleicht ist das Guckloch ja auch etwas für euch?
Wir möchten diesen besonderen kleinen Ort gerne noch stärker mit Leben füllen und laden deshalb auch ortsansässige Vereine, Institutionen,
Gruppen und kreative Köpfe ein, das Guckloch für eine eigene kleine Ausstellung oder Präsentation zu nutzen.
Ob Verein, Hobbygruppe, Schule, Kindergarten, oder einfach eine interessante Idee aus dem Dorf – für einen begrenzten Zeitraum könnt ihr hier zeigen, was euch bewegt, was ihr macht oder was es bei euch zu entdecken gibt.
So wird das Guckloch immer wieder ein bisschen anders und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und Menschen auf etwas Neues neugierig zu machen.
Ihr habt eine Idee für das Guckloch?
Sprecht uns einfach an – wir sind gespannt!
WDR Beitrag Guckloch
WDR Beitrag "Kleinste Disco in NRW"
Kleinste Disco NRW
Das Konzept
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