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Rheurdt und Schaephuysen als

  Töpfer - Orte

 Teil 1

Als umfassendes Standardwerk zu diesem Thema erschien 1971 in der Reihe "Werken und Wohnen - Volkskundliche Untersuchungen" im Rheinlandverlag Düsseldorf das Buch

Niederrheinische Bauerntöpferei des 17. - 19. Jahrhunderts von Mechthild Scholten-Neess d Werner Jütter.

Die nachstehenden Ausführungen beruhen teilweise auf diesen Büchern.

Auszug aus einer von unserem Vereinsmitglied Theo Mäschig verfassten Abhandlung.

Im späten 17., vornehmlich im 18. und 19. Jahrhundert, waren Rheurdt und Schaephuysen bedeutende Töpferorte. Zahlreiche Prunkschüsseln, Wandbilder und Tongegenstände für den Alltagsgebrauch dokumentieren noch heute in vielen Museen des In und Auslandes die Kunstfertigkeit unserer Vorfahren.

Wir als Verein für Gartenkultur und Heimatpflege, haben einige der in den verschiedenen Museen verstreuten Schüsseln nachbilden lassen und in unserer Heimatstube der Befölkerung zugänglich gemacht.    

Die unten abgebildete Prunkschüssel des Schaephuysener Töpfers Gerrit Pottbeckers aus dem Jahre 1752 zeigt den Hl. Sankt Georg (Sinte Joris) der auf dem Pferd sitzend mit einer Lanze gegen einen Drachen kämpft. Er verteidigt die Königstochter ( im Hintergrund mit einem Hund und dem Namenszug "Könnike Tochter" abgebildet), die der Drache verschlingen will. 

Das Original der Schüssel mit einem Durchmesser von 60 cm befindet sich im Hetjens- Museum in Düsseldorf. Die Nachbildung stammt von Horst Kippers in Geldern Vernum.

Rechts ist die letzte Schaephuysener Töpferfamilie zu sehen.

Sitzend die Eheleute Johann Pottbeckers (1833 - 1907) und Adelgunde geb. Josten (1839 - 1913) Stehend von links: die Söhne Theodor, Heinrich, und Matthias.

Kopie einer Schaeph. Töpferschüssel
aus dem Jahre 1752 v. Gerrit Pottbeckers
Die letzte Schaephuysener Töpferfamilie
Johann u. Adelgunde Pottbeckers u Kinder